Verbot von Smartphones in der Schule ?
Geschrieben am 20 September 2026, 16:51 Uhr von Wolfgang Heinrich
Es war Mitte der 60er Jahre, dass Schulämter Lehrern verboten haben, morgens in der Schule im Unterricht auf Fernseh-Sendungen Bezug zu nehmen, da man nicht davon ausgehen könne, dass alle Kinder einen Fernseher zu Hause hätten. Heute im Reich der Fabel angesiedelt.
Mitte der 70er Jahre waren unvorstellbar teure Sprach-Studios zur Erlernung der englischen oder französischen / spanischen Sprache das Nonplusultra für eine Schule, die etwas auf sich hielt.
Etwa zu dieser Zeit war in der Mathematik das Thema MENGENLEHRE zwingend im Grundschul-Bereich erforderlich. Fast jeder Lehrer war zu einem Kurs unterwegs, Lehrbücher wurden aufwendig geändert, teure neue Bücher mussten angeschafft werden. Ich nehme für mich in Anspruch, als einziger Lehrer bewusst nie einen solchen Fortbildungs-Kurs besucht zu haben. Lange, lange sind diese „Lehrer-getriebenen“ Bemühungen kein Thema mehr. Alles längst vergessen.
Heute werden Parteitags-Beschlüsse gefasst zu Verboten von Smartphones für unter 14-jährige Schüler. In Zeiten, in denen schon Säuglinge mit Smartphones geboren werden, lachen sich Kinder, Teenager und Jugendliche über derartige Verbote halbtot.
Warum werden derartige Verbote erlassen? Weil Lehrer diesem „Problem“ in der Schule nicht beikommen können? Weil dieses Medium herkömmliche Unterrichts-Traditionen zu sehr stört? Weil Lehrer überfordert sind, den klugen, sinnvollen Umgang mit diesem Medium vermitteln zu können?
Ein einfaches Verbot ist einfach zu einfach, letztlich zu primitiv und überhaupt nicht der gesamtgesellschaftlichen Situation angemessen. Was passiert mit diesem Verbot außerhalb der Schule? Dient es wirklich dem Schutz von Kindern? Oder ist es etwa eine Hilfe für Lehrer, die die Materie nicht beherrschen?




