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Das Grab von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen in Neuwied

# 1 April 2009, 13:27

Leserbrief zu Grab von Raiffeisen in Neuwied

So stand es in der Rhein-Zeitung:

Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus der RHEIN-ZEITUNG“(PDF, )
Leserbrief
“Blumen wären erfroren”
Ein Neuwied-Besucher hat Raiffeisens Grab lange suchen müssen.

Als Senior des für die Pflege des Grabes der Familie Raiffeisen verantwortlichen Betriebes möchte ich diesen Artikel infrage stellen. (...) Das “Durchfragen” zum Friedhof Sohler Weg: Ja es kann doch nicht an jeder Kreuzung ein Schild stehen “Friedhof Sohler Weg”. Aber der Satz, dass kein Neuwieder, den er nach dem Weg fragte, wusste, wer eigentlich Raiffeisen war: Na, Herr Holzhauer, wen mögen Sie denn da gefragt haben? Jedes Kind in Neuwied und Heddesdorf weiß über Raiffeisen Bescheid. Wäre Herr Holzhauer wochentags bis 16 Uhr auf dem Friedhof gewesen, die Angestellten hätten ihn sogar hingeführt. (...) “Die Ruhestätte ist zugewachsen, mit Mühe lässt sich ablesen, wer hier seine letzte Ruhe gefunden hat.” Herr Peerenboom hat bestimmt nicht am Efeu geschnitten, aber ein sehr leserliches Bild gemacht. Die Marmortafeln sind mit Efeu in Altersform umrandet, wie es bei Gräbern aus dieser Zeit stilecht üblich ist. Würde man das Efeu zu sehr zurückschneiden, und das kann man nur vor dem Austrieb Mitte April machen, so käme die Mauer zum Vorschein. Vor Jahren wurde das einmal praktiziert. Herr Holzhauer kann mal Einsicht in die Beschwerdemappe der Friedhofsverwaltung nehmen. Außerdem keine Blumen – im Winterhalbjahr steht eine dekorative Winterschale dort. Bei den Nachtfrösten in den vergangenen Wochen wären frische Blumen in einer Nacht erfroren. Im Herbst sind Stiefmütterchen gepflanzt worden. Ein paar warme sonnige Tage, dann blüht es auch wie immer auf dem Grab. Im Frühjahr, vor Ostern, ist eine Frühlingsschale vorgesehen – seit Montag auch auf dem Grab. Geradezu provozierend ist das Foto “Blumenspende für Raiffeisen”. (...) Von einer stiefmütterlichen Behandlung des Grabes kann keine Rede sein. Die Firma Raiffeisendruckerei, die seit sehr vielen Jahren die Pflege des Grabes in Auftrag gibt, achtet darauf, dass an bestimmten Gedenktagen das Grab zusätzlich geschmückt wird. Dies dürfte alles im Sinne von “Vater Raiffeisen” sein, der zu Lebzeiten keinerlei Aufhebens um seine Person wollte.
Justus Reiprich, Waldbreitbach – 24. März 2009