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Wir brauchen die Schule 4.0

Viel Gekreische von inkompetenten Politikern über Bildungshoheit der Länder, über G8 und G9, über äußere Organisationsstruktruren der Schulen in Gestalt von Ganztagsschulen oder Gesamtschulen bringt uns keinen Millimeter in Richtung Zukunft weiter.
Im Kontext zu gesamtgesellschaftlichen, industriellen und wirtschaftlichen Entwicklungen weltweit brauchen wir schnellstmöglich die Schule 4.0. Wir brauchen – entgegen aller einschlägigen Forderungen von Eltern, Lehrern und Politikern keinen einzigen zusätzlichen Lehrer und auch keine besonderen neuen Computer. Dafür: anders konditionierte Lehrer, die pädagogische Aufgaben und Sozialisation im weitesten Sinne erfüllen. Für die Wissensvermittlung brauchen wir schnellstes Internet und absolut optimale Software, die problemlos alles Wissen dieser Erde altersgerecht aufbereitet und für Lernprozesse auf spielerischem Wege nutzbringend anbietet. „Korrespondierende PCs“ dafür gibt es heute in unterschiedlicher Form in jeder Familie.
Der Kultur-Föderalismus (oder besser: „Schul-Bildungs – Föderalismus“) erübrigt sich dann von selbst, kluge Schüler schaffen ihr Pensum in G7 und früher, weniger begabte haben bessere Möglichkeiten, nach G9 einen guten bis sehr guten Abschluss zu erreichen.
Wenn die „Lehrer-Schutzbehauptung“ zuträfe, dass die digitalen Medien der persönlichen Zuwendung zum Schüler nicht förderlich seien, dann müssten alle bisherigen Medien wie Kopierer, Film, Video, Tageslichtprojektor etc. aus den Schulen verbannt werden.
Schule 4.0 ist die zwingend logische Folge und Ergänzung zu Industrie 4.0

Schulen und ihre Schulleiter

Seit es Schulen gibt, gibt es jeweils auch einen Schulleiter dafür, ganz gleich ob die Schule nur aus einer Klasse oder mehr als 50 Klassen bestand / besteht.
Heute ist zwar die kleinste Schule in der Regel mindestens 4 Klassen groß (Grundschule), aber sie hat einen eigenen Schulleiter, genauso wie eine Schule mit 50 und mehr Klassen (Gymnasium, Berufsschule).
Was unterscheidet beide Schulleiter in ihrer grundsätzlichen Qualifikation für ihre Leitungsaufgaben? NICHTS !
Sie haben für ihren Lehrerberuf unterschiedliche Studiengänge durchlaufen und sind dann – meistens über “Zufälligkeiten” – in Stellvertreter-Positionen “gestolpert”, um dann irgendwann Schulleiter zu werden.
Eine gezielte Ausbildung zum Schulleiter hin hat es für beide nicht gegeben.
Wäre das bei einer kleinen Schule vielleicht oft noch hinnehmbar, müssen bei einer Schule mit mehr als 1000 Schülern, 150 Lehrern, riesigen Immobilien- und Sachwerten ernste Fragen erlaubt sein.
Bei vergleichbaren Industriebetrieben “ähnlicher Größenordnung” sind für den “Geschäftsführer / Leiter” mindestens ein Betriebswirtschaftsstudium / Volkswirtschaftsstudium und ausgiebige Erfahrungen in unterschiedlichen Verwendungen zwingend geboten.
In Schulen (Eliteschulen) reichen 8-12 Semester Pädagogik und einige Jahre der Erfahrung vor Ort. Alles andere fliegt einem zu, wird irgendwie irgendwo freiwillig erworben. Eine gezielte Einweisung, Fortbildung erfolgt in vielen Fällen erst nach vollzogener Berufung / Bestellung.
Warum kann nicht endlich eine Ausbildung zum Schulleiter hin bundesweit einheitlich institutionalisiert werden, analog beispielsweise zu den seit Jahrzehnten erfolgreich arbeitenden VWAs ( Verwaltungs-und Wirtschaftsakademien )?
Um Eliteschulen zu haben / zu bekommen, braucht man zunächst Elite-Schulleiter. Die aber brauchen eine gezielte Ausbildung für ihre Aufgaben und müssen in großer Verantwortung und Selbstsicherheit ihren Verpflichtungen nachkommen können. Dafür brauchen Sie Unabhängigkeit, einen starken Charakter, fachliche Unterstützung und Hilfe durch vorgesetzte Dienstbehörden und nicht Abhängigkeiten, die durch scheindemokratische Auswahlverfahren politischer Gremien ausgelöst wurden. Nicht Proporz-Gedanken und andere ablenkende Verfahren, sondern nur die Qualifikation für den jeweiligen zu besetzenden Leitungsposten dürfen eine Rolle spielen.
Dann wird es auch keine Probleme geben, wie sie im Beitrag der Rhein-Zeitung vom 24. Juli 2008“ (PDF, ) geschildert werden.
Lesen Sie dazu auch meinen Leserbrief vom 29.07.2008 in der Rhein-Zeitung“(PDF, ).

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