Leserbriefe zu Artikeln der....
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...Gesamtausgabe, Landkreis Altenkirchen und Landkreis Neuwied
Hier können Sie all die Leserbriefe schreiben, .....
...die Sie immer schon einmal schreiben wollten.
...die nur stark gekürzt wiedergegeben wurden.
...die auch in der Zeitung stehen oder standen.
Hier können Sie KEINE Leserbriefe schreiben, die sich mit Anstand und Recht nicht vertragen.
BITTE GENAUE ANGABEN:
Zeitungs-Artikel, Datum (Erscheinungstag) – Name, Anschrift
Schreiben Sie Ihren Beitrag einfach unter KOMMENTAR oder schicken Sie mir eine email an: post (at) wolfgangheinrich.de.
Leserbrief zu Homepages von Gemeinde und Verbandsgemeinde
“Ombudsmann für Internet”
Über die Qualität der Internetauftritte unserer Kommunen hat sich dieser Leser Gedanken gemacht.
Ohne die Internetseiten des IPS (Industriepark Etzbach) wäre 2007 niemals eine Delegation aus China nach Etzbach gekommen. Wir alle müssen uns um die Internetseiten in allen Bereichen viel mehr kümmern. Manche Verbandsgemeinden arbeiten kontinuierlich an einer Verbesserung, andere tun praktisch nichts.
Wenn in zuständigen Gremien erhebliche Mängel angesprochen und nüchtern sachliche Verbesserungsvorschläge unterbreitet werden, wird man mit dümmlichen Floskeln wie “Das ist Geschmacksache” abgewimmelt. Darum aber geht es nicht. Tagtäglich werden auch deutsche Bürger vertrauter im Umgang mit den Möglichkeiten der modernen Kommunikationsmedien. Sie informieren sich über touristische Möglichkeiten, über kulturelle Veranstaltungen, über Einkaufsmöglichkeiten und viele andere Dinge. Dafür muss ein optimaler Internetauftritt im Netz sein, der permanent gepflegt und aktualisiert wird. Das zu leisten ist für viele Kommunen nicht leicht, weil auch mit Kosten verbunden; aber es geht nicht mehr ohne. Darum sollte bei der Kreisverwaltung in Altenkirchen eine Art “Ombudsmann” für Internetauftritte der Gemeinden und Verbandsgemeinden installiert werden. Diese Stelle sollte nicht für Gleichmacherei zuständig sein, sondern als Anlaufstelle dienen für Fragen von zuständigen Mitarbeitern von Verbands- und Ortsgemeinden. Diese Fachpersonen sollten mit dafür sorgen, dass ein “einheitliches Erscheinungsbild” unsere Region quasi als Erkennungsmerkmal nach draußen in die Welt (bis nach China) so darstellt, dass Menschen von überall neugierig und gern hierher kommen.
Wolfgang Heinrich, Etzbach – 21. April 2009
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Leserbrief zu Gen-manipulierter Mais
“Verbot ist absolut richtig”
Müssen wir Menschen denn immer aus reiner Profitgier in der Schöpfung Gottes herummanipulieren? Ich finde es absolut richtig, dass die Verwendung des Gen-Maises MON 810 von der zuständigen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner verboten wurde.
Da die (Spät-)Folgen von genmanipulierten Dingen, egal ob beim Menschen, Tieren oder Pflanzen, nicht bekannt sind, gehören diese kostenintensiven Forschungen strikt verboten. Den Profit daraus schlagen doch nur die großen Konzerne. Geht es schief, wird nach dem Staat und dann nach der daraus folgenden Gesetzgebung gerufen. Dieses bedeutet letztendlich, dass wir alle, das heißt der “kleine” Mann, die Folgen ausbaden und Kosten dafür zahlen müssen. Als jüngstes Beispiel dürfte die Bankenkrise mit ihren Folgen für uns alle, hauptsächlich für die, die sich nicht an der Gier beteiligt haben, Mahnung genug sein. Die meisten Bürger wollen keine genmanipulierten Produkte, also Schluss damit.
Rüttger Schrörs, Wasenbach – 17. April 2009
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Leserbrief zu Alkohol auf Klassenfahrt
“Alkohol erst ab 21 Jahren”
Ich frage mich: Warum muss eine Klassenfahrt in die Türkei gemacht werden? Haben wir in Deutschland keine lohnenswerten Ziele? Warum müssen Jugendliche so viel Alkohol trinken? Zwei Flaschen Schnaps und eine Flasche Limo? Wieso müssen heute die Jugendlichen alles so übertreiben?
Wenn sie schon amerikanische Sitten imitieren, dann bitte schön auch diese: erst mit 21 Jahren gibt es Alkohol! Außerdem ist mir unverständlich, dass selbst der Aufsicht führende Lehrer erst nach 20 Stunden eingreift. Wir hatten als junge Leute zwar weniger Freiheiten als die Jugend von heute, dafür brauchten wir aber auch keine Drogen, keinen Psychiater und waren glücklicher.
Uwe Jentsch, Neuwied – 16. April 2009
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Leserbrief zu Kopftuch-Verbot an Schulen
“Kopftuch mit Würde tragen”
In zahlreichen Bundesländern ist den Lehrerinnen das Kopftuchtragen im Unterricht verboten. Es wird als politisches Symbol gewertet.
Ich bin es leid, ständig diese Diskussionen über Kopftuchverbote an Schulen zu lesen. Gibt es denn für die Politik nichts Wichtigeres zu regeln?
Schon als Kind, gebürtig in Unterfranken, sehr gut katholisch, war ich mit Nonnen im Dorf umgeben. Im Internat in Speyer waren ausschließlich Nonnen unsere Vorgesetzten.
Heute mit 63 Jahren habe ich nach wie vor große Achtung vor Nonnen,
obwohl ich seit 21 Jahren zum Islam kovertiert bin. Ich habe von meiner christlichen Religion nichts verloren, sondern durch den Islam hinzugewonnen.
Ich fühle mich als Muslimin freier als je zuvor
und trage mein Kopftuch, die heilige Maria nachahmend, freiwillig und mit Würde. Keinen hat die Nonnentracht gestört. Sie gehört einfach zur christlichen Religion wie das Kopftuch und die moralische Kleidung zum Islam. Eine islamisch korrekt gekleidete Lehrerin verkörpert kein Symbol der Unterdrückung.
Die Politiker sollten besser die Wirtschaftskrise bekämpfen und nicht das Kopftuch.
Anna-Maria Said, Lahnstein – 16. April 2009
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Leserbrief zu Listenaufstellung der CDU in Altenkirchen
“Wie sehen neue Ideen aus?”
Die Listenaufstellung der CDU für die VG Altenkirchen und den Stadtrat Altenkirchen werfen bei diesem Leser einige Fragen auf.
Die Liste der CDU für VG- Rat und Stadtrat garantiert bewährte und konstruktive Politik für die nächsten Jahre. Sind die Spitzenleute doch seit 25 Jahren dieselben. Die Wähler würde allerdings interessieren, wie die bewährte und konstruktive Politik der vergangenen Jahre ausgesehen hat und welche neuen Ideen weiter vorangebracht werden sollen. Sollte die CDU eine neues Verfahren entwickelt haben, wie man einen Bock zum Gärtner macht?
Christian Schmerda, Altenkirchen – 15. April 2009
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Leserbrief zu Auszeichnung für Zivilcourage
“Aufmerksame Nachbarn”
Sonja Gass erhält eine Auszeichnung des “Bündnis gegen Vandalismus” für ihre Zivilcourage.
Zum Artikel “Neuwiederin schaut hin, wenn andere weggucken” kann ich Ihnen mitteilen, dass die Familie Gass-Zimmermann wirklich aufmerksame Nachbarn sind. Ich (alleinstehend, 74 Jahre) wohne gegenüber von der Familie Gass-Zimmermann. In meinem Garten habe ich einige Deko-Tiere, teils in Lebensgröße. Im vorigen Jahr, an einem Sommerabend, haben zwei junge Männer aus meinem Garten zwei schwere, selbst getöpferte Schafe entwendet. Die Familie Gass-Zimmermann hat das wohl beobachtet, und der Herr Zimmermann ist mit seinen großen Schritten hinter den beiden her. Auf dem Weg zu den Tennisplätzen hat er die beiden erwischt, hat sie sich genommen und mit den Schafen bis vor meine Haustüre begleitet. Um 12 Uhr in der Nacht klingelte es bei mir, und das Trio mit den zwei Schafen stand vor mir. Herr Zimmermann sagte: Hallo, Frau Siegel, hier sind zwei, die Ihnen die Schafe zurückbringen wollen. Mein Erstaunen war groß, da ich ja den Verlust überhaupt nicht bemerkt hatte. Ich war froh, meine Schafe wieder zu haben und habe die “Diebe” ziehen lassen. So gibt es noch viele Dinge, die die Gass-Zimmermanns in die Hand nehmen. Einfach toll!
Karin Siegel, Niederbieber – 15. April 21009
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Leserbrief zu Abwrackprämie
“Wartezeiten von Monaten”
Nach dem Hickhack mit der Abwrackprämie, nein schönend heißt es ja Umweltprämie, wäre es doch mindestens mal genauso interessant, wie es – “stapeln” wir mal hoch – 100 Bafa-Mitarbeiter schaffen sollen, momentan cirka 1,2 Millionen Anträge zu bearbeiten. Geht man mal davon aus, dass ein Sachbearbeiter pro Antrag etwa zehn Minuten benötigt, könnte er am Tag vielleicht 50 Aufträge bearbeiten. Schaffen 100 gerechnete Sachbearbeiter im Monat 125 000 Anträge, würde das bedeuten, dass es jetzt schon zu Wartezeiten von über neun (!) Monaten bis zur Auszahlung der Prämie kommt. Das könnte sich bei der Fahrzeugauslieferung noch für so manchen stolzen Neuwagenbesitzer als Finanzierungsfalle herausstellen. Ob es dann von der Bundesregierung auch noch eine zinslose Zwischenfinanzierung gibt?
Andreas Hauk, Bad Kreuznach – 14. April 2009
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Leserbrief zu Demos gegen NATO
“Friedfertige Menschen…”
Beim Nato-Gipfel steckten Randalierer zahlreiche Gebäude in Straßburg in Brand.
Da haben die linken Autonomen oder autonomen Linken mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich friedfertige Menschen gegen Krieg und Gewalt stellen – und vor allem gegen die ach so gewaltsame Staatsgewalt. Und eben auch gegen Organisationen, die von Kriegstreibern betrieben werden, wie die Nato. Die Gesichter haben sie nur deshalb vermummt, um nicht erkannt und anschließend in ihrem heimatlichen sozialen Umfeld von Fans belagert zu werden, die unbedingt ein Autogramm von den Gutmenschen haben möchten.
Die vielen Scheiben, die sie eingeschlagen haben, dienten nur dem Zweck, den eingesperrten Menschen dahinter zu mehr Sauerstoff zu verhelfen. Und durch die Brandstiftung sind endlich auch die vielen alten Traditionsgebäude vernichtet worden – der Vorgang ist also gleichzusetzen mit der Abwrackprämie für alte Autos. Diese Linken denken auch wirklich an alles. Sie handeln bei allem Einsatz für den Frieden auch noch ökonomisch sinnvoll.
An den Ostermärschen nehmen diese nationalen Vorbilder natürlich auch wieder teil. So sind sie eben – uneigennützig, gewaltfrei, friedfertig – ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Die einzig Gerechten im Lande…
Vinzenz Baldus, Stockum-Püschen – 13. April 2009
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Leserbrief zu Verpackung nach EU-Recht
*“Wir haben andere Probleme”
Als einfacher Bürger muss man sich die Frage stellen: Was machen die in Brüssel da? Mit dieser Verordnung wird nach 2002 (Einführung des Euros) der nächsten Preiserhöhungswelle die Schleusen geöffnet. Der Handel wird sich wie immer das Filetstück der Erhöhungsrunde einverleiben, die Erzeuger bleiben außen vor, und der Käufer kann die Zeche zahlen.
Was sich jahrzehntelang bewährt hat, wird über den Haufen geworfen. Gewichts- und Volumeneinheiten werden null und nichtig. Man bekommt 912-Milliliter-Tüten Milch gepaart mit 423-Gramm-Packungen Zucker – echt eine geniale Idee. Ich denke, wir haben in der heutigen Zeit eine Menge anderer Probleme, deren Lösungen und Beseitigung umgehend in Angriff genommen werden sollten, als solche “Ostereier” aus Brüssel dem Verbraucher ins Nest zu legen. Probleme, wo auch und besonders die EU gefordert ist, wie zum Beispiel Kinderarmut in Europa oder weltweite Wirtschaftskrise.
Zu der Aussage von HDE-Sprecherin Hörchens – “auf die Bedürfnisse der Verbraucher kann so gezielter reagiert werden, der Handel kann Größen für Singlehaushalte anbieten” – kann ich nur bemerken: kleine Packung, hoher Preis, sehr familienfreundlich. Frohe Ostern, Europa!
Dirk Astor, Streithausen – 13. April 2009
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Leserbrief zu “Verpackungsgrößen und Preiserhöhungen*
“Der Kunde ist der Dumme”
Am Samstag tritt eine EU-Verordnung in Kraft, die neue Verpackungsgrößen erlaubt. Hersteller können dadurch Preiserhöhungen leichter verschleiern.
Der Kunde ist wie immer der Dumme. Da hat die EU- Kommission gezeigt, auf wessen Seite sie steht. Die Aufhebung der Normverpackung wird den Verkaufstrategen der Industrie und der Discounter die Möglichkeiten, den Kunden auszunehmen, erleichtern. Da werden Packungsgrößen entstehen, die nur dafür gemacht sind, um die schnelle Vergleichbarkeit mit den Preisen und Produkten anderer Herstelle zu verhindern.
Das neue Bild der einkaufenden Oma, die rechnen muss, sieht so aus: In der rechten Hand den Taschenrechner, in der linken die Lupe, um den in Miniaturschrift aufgedruckten Grundpreis zu ergründen. Dann wird versucht, die neue Mengenangabe auch noch im Speicher des Rechners unterzubringen, und schon kann die Oma entscheiden, ob ihr das Produkt zu teuer ist. Da werden Rechenkünstler herangebildet. Die Bildungsmisere in den Rechenkünsten wird beim Einkaufen behoben.
Aber eine gescheite Angabe, wie gesund oder ungesund das Produkt ist, wird dem Kunden vorenthalten. Das hat der jetzige Bayerische Ministerpräsident zu verhindern gewusst. Da hätte er mal was Kluges machen können, was ja nicht so häufig vorkommt. Aber da sind auch die Freunde der Industrie dagegen. Das sind die Gleichen, die die neue Verpackungsordnung haben wollen.
Das passt an und für sich so richtig in die Finanzkrise. Es wird dem Abzocker Tür und Tor geöffnet.
Ludwig Zimmermann, Westerburg – 9. April 2009
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Leserbrief zu Doping in der DDR
“Man kann sich nur schämen”
Fünf Trainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) haben sich zu ihrer Dopingvergangenheit in der ehemaligen DDR bekannt.
Da reibt man sich die Augen und mag es nicht glauben. Fünf ehemalige DDR-Trainer erklären mal so nebenbei, dass sie ihnen anvertraute Leichtathleten gedopt haben und dass es ihnen leid tue. Ändern hätten sie ja nichts können, da der Staat sie dazu verpflichtet habe.
Schon mal was von Verantwortungsgefühl und Zivilcourage gehört? Man schädigt bewusst die Gesundheit von jungen Sportlern und zieht sich mit einem Achselzucken aus der Schusslinie. Es ist nun mal halt passiert. Was soll“s?
Dieses Herunterspielen ist schon schlimm genug, aber der eigentliche Skandal ist die Reaktion des DLV, diese Täter weiter zu beschäftigen. Das alles passt genau zu der um sich greifenden Tendenz, die ehemalige DDR zu verharmlosen und als “halb so schlimm” hinzustellen.
Man sieht, die Täter kommen durch und sind rehabilitiert. Man kann sich nur schämen, wenn man an die Opfer denkt.
Jürgen Johannbroer, Simmern – 9. April
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Leserbriefe zu Ohrfeige von Podolski
1. “Demütigend für jeden”
Es ist unglaublich, was sich Lukas Podolski im Länderspiel gegen Wales geleistet hat. Einem Mitspieler, egal ob Kapitän oder nicht, eine Ohrfeige vor Millionen von Zuschauern zu geben, ist demütigend für jeden Menschen. Niveau und Anstand der untersten Kategorie. Verstand kann man bei Podolski nicht voraussetzen. Ich gehe davon aus, dass dieser dem Halbstarkenalter noch nicht Entwachsene niemals mehr für die deutsche Nationalmannschaft aufläuft.
Harald Ris, Urmitz – 8. April 2009
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“2. Ein Jahr Bedenkpause”
Unglaublich, was sich dieser hoffnungslos sich selbst überschätzende “Prinz Poldi” da geleistet hat. Hat ihm jemand Juckpulver unters Trikot gegeben? Im Schweinsgalopp durch die Kinderstube, viel zu früh und von vielen zum Heilsbringer in Köln hochgejubelt – da kann man schon mal die Bodenhaftung verlieren, aber muss man gleich schlagen? Was hätte Sepp Herberger oder Hennes Weißweiler mit so einem Spieler gemacht? Jedenfalls nicht das Harmoniegedöns der Herren Löw und Bierhoff veranstaltet, “Friede, Freude, Eierkuchen”. Mein Vorschlag: kräftig in den Hintern treten und dem unerzogenen Millionär ein Jahr Bedenkpause in der Nationalmannschaft verpassen.
Arnold Lindner, Montabaur – 8. April 2009
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Leserbrief zu Herausgabe von Vereinsunterlagen
“Aussage ist ungeheuerlich”
Das Betzdorfer Amtsgericht hat entschieden, dass der ausgeschiedene Kassenwart der RK Wisserland nicht zur Herausgabe von Vereinsunterlagen verpflichtet ist.
Im Bericht der RZ behauptet der Leiter des Amtsgerichts Betzdorf, Walter Weber-Monecke, dreist, sämtliche Kassenberichte hätten als Originale bei Vereinsmitgliedern existiert. Diese Aussage ist ungeheuerlich sowie nachweislich falsch und stellt mithin eine völlig neue Fallvariante dar. Im Übrigen geht es nicht nur um unser Rechtsempfinden. Die Herausgabepflicht von Vereinsunterlagen ist ein gesetzlich verankerter, schuldrechtlicher Anspruch des Bürgerlichen Gesetzbuches ohne Berücksichtigung der Anzahl der Unterlagen.
Auch ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1957, das heute noch Bestand hat, bestätigt nicht nur unser Rechtsempfinden, sondern untermauert auch die Gesetzeslage. Danach gilt nämlich, dass bei Beendigung des Ehrenamtes dem Verein alles herauszugeben ist, was das Vorstandsmitglied zur Ausführung seines Auftrages vom Verein erhalten hat oder was während der Amtsausübung angefallen ist.
Das Urteil des Amtsgerichts Betzdorf mit all den sprachlichen Unzulänglichkeiten hat nicht nur das des Bundesgerichtshofes im wahrsten Sinne des Wortes über den Haufen geworfen, sondern auch das Gesetz aus den Angeln gehoben. Woran soll sich denn ein Bürger jetzt noch rechtlich orientieren können, wenn Grundsatzurteile des Bundesgerichtshofes durch Amtsgerichte ausgehebelt werden? Und das auch noch mit nicht nachvollziehbaren Begründungen, die in unwahren Tatsachenbehauptungen gipfeln? Schließlich lassen wir uns von einem Amtsgerichtsleiter schon gar nicht vorschreiben, was wir zu akzeptieren haben und was nicht. Mein Glaube in das Rechtsstaatsprinzip ist empfindlich gestört.
Klaus Schneider, Mudersbach, Stellvertretender Vorsitzender der RK Wisserland – 8. April 2009
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Leserbrief zu Kosten des NATO-Geburtstages
“Unnötiges Spektakel”
Die Nato feierte im Rahmen ihres Gipfeltreffens zugleich auch ihren 60. Geburtstag.
Einen 60-jährigen Geburtstag muss man feiern, koste es was es wolle. Wir “finanzkräftigen Deutschen” sind bereit, dieses für viele unnötige Spektakel mit Steuergeldern auszurichten. Man legt kurzerhand die Stadt Baden-Baden lahm. Die betroffenen Bürger, ob Geschäftsleute, Arbeitnehmer usw., sollen froh sein, dass ihre Stadt weltweit bekannt wird. Wir Steuerzahler sollen froh sein, dass unsere Steuergelder nicht für solche Nichtigkeiten wie Renovierung von Schulgebäuden, Ausbesserungen von kaputten Straßen oder für das Gesundheitswesen und Altenheime verschwendet werden.
Die Welt schaut auf uns. Und viele andere Länder sind erfreut, dass die bekloppten Deutschen das schon machen werden, und Merkel sonnt sich an der Seite des neuen Heilsbringers aus Amerika, Obama. Bald hätte ich noch vergessen, das Arbeitsessen, angerichtet von einem Sternekoch, war – wie berichtet – sehr dürftig, es gab nur regionale Küche. Wie schlimm für die Teilnehmer, hoffentlich ist keiner verhungert.
Rainer Schlich, Ruitsch – 8. April 2009
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Leserbrief zu * Politiker und Gurt-Pflicht*
“Alle sind nicht angeschnallt”
Unsere Zeitung hat die Regierungsspitzen abgebildet, als sie im Kanzleramt vorfuhren, um den neuen Bahnchef zu bestimmen.
Haben Sie sich die Bilder der vier namhaften Politiker einmal genauer angesehen? Alle sind nicht angeschnallt. Jeder Bürger zahlt hierfür 30 Euro, was ich auch für richtig halte, denn der Gurt ist nach wie vor der beste Schutz im Fahrzeug, egal ob vorn oder hinten. Und unsere Politiker, unsere Vorbilder? Die stört es nicht, wenn bei der nächsten Verkehrskontrolle der Polizist sich damit schwertut, dem “einfachen” Bürger zu erklären, warum gerade er zahlen muss.
Martin Freisberg, Breitenau – 8. April 2009
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Leserbrief zu Landärzte-Mangel
“Arbeiten möchte hier keiner”
2008 haben im Norden des Landes 35 niedergelassene Hausärzte ihre Praxistätigkeit aufgegeben. Die Mainzer Gesundheitsministerin Malu Dreyer sieht jedoch generell kein Problem der Unterversorgung.
Mit Interesse haben wir zur Kenntnis genommen, dass Ministerin Dreyer sich für eine dauerhaft gute ärztliche Versorgung der Landbevölkerung starkmachen will. 100 Prozent der Allgemeinärzte und Internisten im Oberwesterwald sind älter als 50 und ein Großteil älter als 60. Nachfolger gibt es nicht. In spätestens 15 Jahren werden all diese Praxen verschwunden sein.
Aber die Landbevölkerung ist ja robust und überlebt auch ohne Arzt. Die Studenten, die wir in unserer Praxis ausbilden, sind von der Vielfalt der Tätigkeit auf dem Land fasziniert, aber hier arbeiten möchte keiner. Viele Jungärzte ziehen die Arbeitsbedingungen im Ausland den hiesigen vor. Es ist wie mit dem Lehrermangel: Die Zahlen sind bekannt, aber man wartet auf ein Wunder. Die Wartezeit auf einen Facharzttermin beträgt oft ein halbes Jahr.
Neue Ärzte entstehen nicht aus dem Nichts. Andererseits sind im vergangenen Jahr 1000 Medizinstudienplätze weggefallen und in diesem Jahr auch bereits 50. Lippenbekenntnisse und Absichtserklärungen kosten nichts. Und die Ministerin ruft den Eindruck hervor, es geschehe etwas. Es stehen auch Wahlen an. Und es ist billig, mit ein paar Äußerungen die Stimmung günstig zu beeinflussen.
Isolde Schulz-Jacob und Ralph Jacob, Rennerod – 7. April 2009
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Leserbrief zu Firistlose Kündigung wegen 1,30€
1. “Es ging nicht um Ehrlichkeit”
Beim Lesen des Artikels “Wer stiehlt, fliegt raus” musste ich an die Bibelstelle 5. Buch Mose 25-4 denken: “Man soll den Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.” Da hat eine Kassiererin zwei Getränkebons über 1,30 Euro eingelöst, auf die ein Kunde verzichtet hat und liegen ließ. Dafür kassierte sie nach 31-jähriger Betriebszugehörigkeit die fristlose Kündigung. Auch zwei Zuckerbäcker, die an Käsecreme genascht hatten, wurden fristlos entlassen. Man hätte die Mitarbeiter ermahnen können, und die Sache wäre erledigt gewesen. Ich glaube, hier ging es nicht um Ehrlichkeit. Hier sollten unbequeme Mitarbeiter rausgeworfen werden, auch zur Mahnung anderer Angestellten, damit sie zu kuschen lernen.
Wendelin Bell, Oberzissen – 7. April 2009
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2. “Niemanden bestohlen”
Ich stimme der Rechtsauffassung vollends zu, dass ein Vertrauensbruch durch Kündigung bestraft werden muss, der auch und gerade vorliegt, wenn ein Diebstahl begangen wird. Die Schadenshöhe darf da keine Rolle spielen. Im Falle der Berliner Supermarktkassiererin scheint mir aber ein ganz anderer Tatbestand vorzuliegen. Nach Presseberichten hat besagte “Diebin” einen von Kunden liegen gelassenen Dosenbon gegen Bares eingetauscht. Dieser war damit herrenlos. Hier wurde niemand bestohlen. Oder bestehlen Obdachlose zum Beispiel die Gesellschaft, die in öffentlichen Papierkörben nach weggeworfenen Dosen suchen, um sie anschließend in Bargeld umzusetzen? Da ist ein Arbeitsgericht seiner Rechtsfindung mal wieder kräftig über ein oberstes Rechtsprinzip hinausgeschossen, nämlich Verhältnismäßigkeit und Gerechtigkeit walten zu lassen.
Klaus-Jürgen Hempel, Koblenz – 7. April 2009
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Leserbrief zu Ausländerpolitik
“Gastrecht mit Füßen getreten”
Das Amtsgericht hat einen Syrer zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Mann ist Wiederholungstäter.
Dieser unverbesserliche Straftäter gehört abgeschoben. Jemand, der unser Gastrecht so mit Füßen tritt, hat hier nichts zu suchen. Würde in Deutschland eine vernünftige Ausländerpolitik betrieben – dazu gehört auch die Umsetzung der Abschiebung in solch extremen Fällen – so bräuchte man mit Sicherheit weniger über ein Verbot rechter Parteien nachzudenken. Ich habe viele ausländische Freunde, alles sehr anständige Leute, die diesbezüglich genauso denken wie ich. Auch wenn diese Meinung, wie in Ihrem Artikel erwähnt, als Klischee für eine Stammtischdebatte abgewertet wird.
Thomas Reuter, Fernthal – 7. April 2009
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Leserbrief zu Schulden von Rheinland-Pfalz
“Schuldenbremse vor 2020”
Der Schuldenstand von Rheinland-Pfalz hat sich seit 1994 mehr als verdoppelt.
In seinem jährlichen Bericht bemängelt der Landesrechnungshofpräsident: Trotz Rekord-Steuereinnahmen in den Jahren 2007 und 2008 sattelt die SPD-Landesregierung munter neue Schulden drauf. Zurzeit hat das Land Rheinland-Pfalz rund 29 Milliarden Euro Schulden. Ende 2010 wird ein Schuldenstand von 31,5 Milliarden Euro erwartet. Deswegen muss die finanzpolitische Gretchenfrage gestellt werden: Landesregierung, wie hast du“s mit den Schulden?“ Es darf nicht sein, dass die jüngere Generation der Gelackmeierte ist, der für Zinsen und Zinseszinsen ordentlich draufzahlt. Es reicht nicht aus, auf die von der Föderalismuskommission vereinbarte Schuldenbremse zu verweisen, die erst ab 2020 neue Schulden verbietet. Die Neuverschuldung muss so schnell wie möglich auf „null“ gefahren werden. Eine gesetzliche Schuldenbremse vor 2020 ist unverzichtbar. Nachhaltigkeit darf nicht zu einer leeren Phrase verkommen.
Florian Glock, Landeschef der Jungen Liberalen,Höhr-Grenzhausen – 6. April 2009
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Leserbrief zu Nürburgring-Finanzierung
“Immer unverantwortlicher”
Beim Projekt Nürburgring wurden 121 Berater hinzugezogen. Kosten: 10 Millionen Euro Honorar. Das sorgt noch immer für Unmut.
Dank des konsequenten und zielstrebigen Nachhakens von Redakteur Giarra erfährt der steuerzahlende Bürger und Leser immer mehr problematische Fakten des Nürburgring-Projekts. Diese lassen das Handeln der Verantwortlichen – in erster Linie der Landesregierung – zumindest immer unverantwortlicher erscheinen. Da werden mal so nebenher 121 Berater engagiert. Wie kommt ein Finanzminister Deubel eigentlich dazu, eine so große Anzahl von Beratern zu erlauben, die die ständig vom Landesrechnungshof zu Recht monierten Kosten noch mehr erhöht? Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Herr Deubel ist überfordert und überdies beratungsresistent; die für die Planung zuständige Nürburgring GmbH selbst hat keine kompetenten Mitarbeiter; oder Herr Deubel denkt, dass die Gesellschaft solche Mitarbeiter nicht hat.
Auf Letzteres deutet eine bereits früher vom Minister gemachte Äußerung hin, er nannte die ihm zugeordneten Mitarbeiter “Rechenknechte”. Diese Bezeichnung ist abschätzig und entwürdigend – auch für den, der diese Worte in den Mund nimmt.
Verantwortlich ist aber auch Ministerpräsident Kurt Beck, der in dieser Sache gar keine gute Figur macht. Er müsste ob der Überforderung seines Ministers mit den Landesschulden insgesamt und dem Nürburgring-Projekt im Besonderen längst tätig werden. Hat er ein Problem mit Führungsverantwortung? Da kann er dieses Mal aber nicht den “bösen” Kollegen aus der Bundes-SPD die Schuld zuschieben.
Maria Estl, Nackenheim – 6. April 2009
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Leserbrief zu Manager-Renten
“Legitimierter Betrug”
Gewerkschaften fordern für gescheiterte Manager eine Obergrenze bei der Rente.
Dass unser Gesetzgeber sich erlaubt, das jemand, der 47 eingezahlte Rentenjahre nachweisen kann, mit zehn Prozent Abzug seiner Rente zu rechnen hat, ist nicht nur ungerecht, ich halte es für eine Frechheit und nenne so etwas “per Gesetz legitimierten Betrug”. Bevor sich die Gewerkschaften um eine Rentenobergrenze für gescheiterte Manager kümmern, sollten sie besser ihre Kräfte dazu verwenden, dass Rentner, die 45 und mehr Jahre ihre Beiträge gezahlt haben, ihr vollen Bezüge bekommen.
Heinz Nalbach, Neuwied – 6. APRIL 2009
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Leserbrief zu Piraten vor der Küste Somalias
“Größer werdendes Risiko”
An der Jagd auf Piraten vor der Küste Somalias beteiligt sich auch die Fregatte “Rheinland-Pfalz”.
Wieder hat die Fregatte “Rheinland-Pfalz” im Golf von Aden sieben Kriminelle festgesetzt, die zuvor den Marinetanker “Spessart” mit Waffengewalt kapern wollten. Niemand ist verletzt worden. Offensichtlich handelt es sich bei diesem “robusten” Kampf um einen weiteren Alibieinsatz, wie er seit Jahren vor Libanons Küste abläuft. Dort hat die Hisbollah bekanntermaßen seitdem ungehindert aufgerüstet. Diese Pseudoeinsätze werden aus dem ewig klammen Verteidigungshaushalt finanziert. Die politische Führung in Berlin eiert von einem fragwürdigen Auslandseinsatz zum nächsten. Der militärischen Führung in Bonn ist scheinbar das Rückgrat abhanden gekommen. Kaum einer der Einsätze ist bislang positiv abgeschlossen worden, siehe Kosovo. Den Soldaten im Einsatz fehlt zunehmend die Sinnhaftigkeit für ihr größer werdendes Risiko und die moralische Unterstützung der Bevölkerung ohnehin. In Afghanistan wird ein durch und durch korruptes Regime unterstützt, und beim Drogenanbau müssen unsere Jungs beschämt beiseite schauen, obwohl die dortigen Warlords über 90 Prozent des Welthandels mit Heroin beherrschen und auch unsere Jugend vergiften.
Wolfgang Gückelhorn, Oberstleutnant der Reserve, Bad Breisig – 4. April 2009
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Leserbrief zu Holzhackschnitzel-Heizwerk in Dierdorf
“Nennt man das Demokratie?”
Der Vertrag für das Holzhackschnitzel-Heizwerk in Dierdorf ist unterschrieben.
Man wundert sich schon über die Entscheidung unserer Vertreter. Je größer die Summen, desto weniger Widerstand im Verbandsgemeinderat? Die Gasversorgung hat im Vorfeld die Verbandsgemeinde beraten und eine preiswerte Alternative, eine erdgasbefeuerte Kesselanlage mit Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung für 140 000 Euro, vorgeschlagen. Dies ist eine von vielen Kommunen eingesetzte Technik, und unsere Vertreter entscheiden sich mit großer Mehrheit für die 2,5- Millionen-Variante “Holzhackschnitzelheizwerk”. Dabei ist diese Technik gar nicht so sauber oder ausgereift, wie man uns glauben macht. An der Schule in Selters hat man bereits 2002 ein Holzhackschnitzelheizwerk in Betrieb genommen. Da es nur Probleme mit dem Energieträger Holzhackschnitzel gab, ist man da bereits auf die teureren Pellets umgestiegen. Nicht erwähnt wird: Woher kommen denn die Holzhackschnitzel, wo werden sie gehäckselt und gelagert? Auch wird nicht über die Abhängigkeit der Anlage vom Heizöl gesprochen. Ist Heizöl überhaupt noch wirtschaftlich? Auch die Standortverlagerung ist eine einsame Entscheidung ohne Beteiligung der Bürger. Da wird wegen Bedenken einer Behörde schnell ein Grundstück gekauft, und die Bedenken der Bürger lässt man einfach außer acht. Nennt man das Demokratie, wo der Geschäftsführer der Energie GmbH gleichzeitig auch der Bürgermeister ist? Wo bleibt die Unterstützung unserer demokratisch gewählten Ratsmitglieder, die sich in Kürze zur Wiederwahl stellen? Die Lösung der Gasversorgung hätte aber die Energie GmbH und auch die Geschäftsführer nicht gebraucht. Geringere Kosten und vor allem geringere Schulden hätten in diesen Zeiten die Bürger der VG Dierdorf nicht zusätzlich belastet.
Yves und Michaela Kasser, Wolfgang und Krimhild Abresch, Fritz und Ilse Buresch, Arno und Isolde Sebastian, Dierdorf – 4. April 2009
ZUM GLEICHEN THEMA war am 13. März folgender Leserbrief erschienen:
“Wiederholter Alleingang”
Der neue Standort für das Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk, das die Verbandsgemeinde Dierdorf bauen wird, steht fest.
Von Anfang an habe ich den Plan für den Bau dieses Heizwerkes sehr kritisch betrachtet. (...) Alle meine Bedenken wurden von Herrn Benner kleingeredet oder erledigten sich schnell durch geschicktes Zurechtlegen von Argumenten mit der Folge von überwältigenden Abstimmungsergebnissen im VG-Rat. Als die Energie GmbH im Juli 2008 durch VG-Ratsbeschluss dann doch noch gegründet wurde, waren angeblich die Planungen so weit fortgeschritten, dass das Heizwerk nun “kurzfristig auf den Planungsweg gegeben” werden sollte. (...) Der VG-Rat fasste im September 2008 den Beschluss zur Vergabe der Kesselanlage mit Siloaustragung, Ascheentsorgung und E-Filter. In der Sitzung vom 18. Februar 2009 – der Bauantrag wurde zwischenzeitlich eingereicht – dann einige andere Gewerke unter anderem die Blitzschutzanlage für ein Gebäude, das jetzt erst noch – wegen Standortänderung – umgeplant und ausgeschrieben werden muss. Das Finanzierungskonzept musste zwischendurch dann doch überarbeitet werden, erforderlich wurden nun – vorher nie diskutierte – Baukostenzuschüsse der potenziellen Wärmeabnehmer, zuallererst wieder die Verbandsgemeinde. Ich kann Herrn Benner nicht folgen, wenn er mal wieder wortreich die Gesamtkosten durch den ungeplanten Grundstückskauf “mehr als kompensiert” sieht. (...) Auch regt sich nun erheblicher Widerstand durch eine Initiative betroffener Bürger aus der Nachbarschaft des neuen Standortes, die Belästigungen und Wertnachteile ihrer Immobilien durch das Heizwerk fürchten. Diesen Bürgern Informationen anzubieten, ist sicher in Ordnung. Statt aber als erste Maßnahme eine detaillierte und konkrete Vorstellung der Pläne vor Ort anzubieten und dazu den Verbandsgemeinderat einzubinden, lädt Herr Benner über die Energie GmbH Anfang April zu einer Busfahrt und Besichtigung einer fremden Anlage ein. Weder Fraktionsvorsitzende noch die Mitglieder des Verbandsgemeinderates haben Kenntnis oder eine Einladung. Dieser wiederholte Alleingang des Bürgermeisters schafft sicher kein zusätzliches Vertrauen.
Rolf Scheyer, Dierdorf-Giershofen, FWG-Fraktion, Mitglied im Verbandsgemeinderat – 13. März 2009
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Leserbrief zu Demokratie und Wirtschaft
“Erst kommt das Fressen”
Der Chef des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, hat vor immer pessimistischeren Konjunkturprognosen gewarnt.
Prognosen sind prinzipiell unsicher, denn sobald sie gestellt werden, treten Gegenkräfte auf den Plan, was im vorliegenden Fall ja auch ausgesprochen erfreulich wäre. Dass der Bundespräsident außer einem starken Staat Moral einfordert, ist ehrenwert, wird aber wohl nicht viel nützen: “Erst kommt das Fressen, dann die Moral.” Und ums Fressen im weitesten Sinne ist es momentan schlecht bestellt. Wer nun in diesem Zusammenhang unsere Demokratie als Schönwetterdemokratie niedermacht, findet sich wie üblich bald in der Ecke der Totgeschwiegenen wieder, obwohl die demokratische Staatsform anerkanntermaßen zwar die beste aller möglichen Staatsformen, aber auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Sie funktioniert bestens, solange es den Menschen darin gut geht, sie gerät aber bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten schnell in die Krise, denn sie beruht auf einer funktionierenden Wirtschaft. Dem Hungrigen ist das Ideal der Freiheit schnurz. Und mit der modernen Wirtschaft ist das so eine Sache: Sie stützt sich auf zwei sonderbare Pfeiler – ständiges Wachstum und Verschuldung. Tja, wie man aus diesem Dilemma rauskommt, weiß ich als Laie auch nicht. Klar, die Wirtschaft der Entwicklungsländer muss wachsen, bei den entwickelten Ländern geht es aber doch wohl eher um Umverteilung.
Frank Hoffmann, Ober-Olm – 3. April 2009
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Leserbrief zu Erste Hilfe : Wiederbelebung
“Es liegt häufig am Ersthelfer”
Durch Notarztmangel kann es zu längeren Wartezeiten kommen.
Eine erfolgreiche Wiederbelebung liegt oftmals nicht an dem schnellen Eintreffen des Notarztes. Vielmehr liegt es am Ersthelfer, der sofort lebenserhaltende Maßnahmen einleitet, wenn ein Mensch einen Atemstillstand erlitten hat. Fakt ist, dass nach ca. 3 Minuten ohne Sauerstoff erste Hirnzellen absterben. Nach ca. 8 Minuten wird der Betroffene hirntot sein. Das alarmierte Rettungsmittel ist nach einer bundesweiten Untersuchung durchschnittlich in 8 Minuten vor Ort. Das heißt, wird der Betroffene nicht vom Laienhelfer versorgt, ist eine erfolgreiche Wiederbelebung so gut wie hoffnungslos. Würde ein Ersthelfer umgehend eine Wiederbelebung beginnen und wäre der Rettungsdienst schnell an der Einsatzstelle – würde also alles optimal laufen -, liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit bereits bei ca. 50 Prozent. Manchmal hilft die beste Notfallmedizin nichts.
Grundsätzlich ist die Bevölkerung nicht flächendeckend in Erster Hilfe geschult. Im Durchschnitt liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs 15 Jahre zurück. Eine gesetzliche Pflicht zur Wiederholung oder zur Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse gibt es nicht. Auch hier ist die Politik gefragt.
Jörg Gerharz, Ausbildungsbeauftragter des DRK-Kreisverbands Altenkirchen – 3. April 2009
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Leserbrief zu Das Aus für das Kaufhaus Claus ist besiegelt.
“Stadtbild verschandelt”
Viele der im Kaufhaus Claus angebotenen Waren wird kaum ein Innenstädter vermissen, gut sortierte Bekleidungsgeschäfte in allen Preislagen gibt es in Neuwied zur Genüge. Schmerzlich wird aber der Verlust der Lebensmittelabteilung. Jetzt muss man für ein Stück Butter bis zur Neuwied-Galerie laufen und für einen guten Käse, jenseits der abgepackten Massenware, bis nach Andernach oder Koblenz fahren. Gerade für ältere Mitbürger, die nicht mehr gut zu Fuß und ohne Auto unterwegs sind, geht mal wieder ein Stück Lebensqualität verloren. Leer stehende Geschäftsräume, Wasserpfeifen-Cafés, Dönerbuden, Billig-Friseure, Handy- und 1-Euro-Shops verschandeln nicht nur das Stadtbild, sie ermöglichen auch keine, zumindest rudimentäre, Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Arme Neuwieder.
Dennis Krzyzewski, Neuwied – 2. April 2009
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Leserbrief zu Diätenerhöhung im Landtag Rheinland-Pfalz
“Dann lieber nicht wählen”
Die Abgeordneten im Landtag haben eine Diätenerhöhung beschlossen.
Hiermit erkläre ich meinen Verzicht auf die Teilnahme an Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Ich habe als Sozialkundelehrer 30 Jahre lang Schülerinnen und Schülern das parlamentarisch-demokratische System nahegebracht und versucht, sie für Politik zu interessieren. Warum fällt es mir dennoch leicht, auf die Teilnahme an Landtagswahlen – nur dort wird der Wille des Souveräns (des Volkes) sichtbar und wirksam – zu verzichten? Weil ich keine Abgeordneten wählen möchte, die trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Situation unseres (Bundes-) Landes in seltener Einmütigkeit meinen, den Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst auch für sich selbst umsetzen zu müssen. Ich kann nur hoffen, dass viele potenzielle Wählerinnen und Wähler zu entsprechenden Überlegungen wie ich kommen. Vielleicht würde ja eine Wahlbeteiligung von unter 50 Prozent selbst ansonsten in eigener Sache stimmungsresistente Politiker nachdenklich machen. Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.
Winfried Sigismund, Andernach – 2. April 2009
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Leserbrief zu Die Kanzlerin und der Papst
“Unbegründete Kritik”
Kardinal Meisner hat den Mut, das auszusprechen, was viele Christen denken! Anmaßend, unbegründet und völlig daneben war die Forderung unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber unserem Heiligen Vater. Erstens ist sie nicht zuständig. Zweitens war sie nicht autorisiert. Drittes gab es keinen Anlass. Viertens kritisierte sie den Falschen. Diplomatie, handwerkliches Geschick muss man von der Kanzlerin als dritter Frau im Staat erwarten dürfen. Eine Wiedergutmachungsgeste gegenüber den Vertretern unserer jüdischen Mitbürger – diese waren einer Einladung zu einer Gedenkfeier im Deutschen Bundestag nicht nachgekommen – kann nicht durch unbegründete Kritik am Papst gelingen. Unser Papst hat in mehreren Verlautbarungen seine persönliche, eindeutige und unmissverständliche Haltung klargemacht. Die Piusbruderschaftsmeinung trat nach dem Versöhnungsakt auf, das müsste auch die Bundeskanzlerin wissen. Sich zuerst informieren, dann diplomatisch zu handeln, wäre die angezeigte Handlungsweise gewesen.
Werner Hammes, Neuwied – 2. April 2009
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Leserbrief zu Gesundes Schulfrühstück
“Sponsert die Schulmilch!”
Milch ist derzeit so billig wie schon lange nicht mehr. Das heißt, dass die Milchbauern mit dem Verkauf ihrer Milch weniger verdienen, was wiederum vielen von ihnen große Sorgen bereitet.
Die Lösung scheint doch so einfach: Sponsert die Schulmilch! Dadurch könnte die Überproduktion der Milch sinnvoll abgebaut werden, und die Schüler bekämen ein gesundes und vollwertiges Nahrungsmittel. Ich glaube, dass jeder Lehrer gerne bereit wäre, bei der Verteilung und Organisation für seine Schüler mitzuhelfen. Was das gesunde Essverhalten der Kinder betrifft, habe ich in 36 Jahren Schuldienst an der Grundschule folgende Erfahrung gemacht: Kinder aus gut situierten Familien bringen Tee oder andere Getränke in wieder verwertbaren Flaschen mit und haben meistens ein Butterbrot und/oder Obst dabei. Kinder aus einkommensarmen Familien kommen häufig ohne Frühstück zur Schule und haben gekaufte Getränkepäckchen sowie verpackte Riegel oder Schnitten (zu süß, zu fett, zu salzig und zu teuer) und Süßigkeiten dabei und sorgen für viel Abfall. Ausnahmen bestätigen die Regel. Viele dieser Kinder besuchen auch die Ganztagsschule. Es wurde sehr viel Geld in die Ganztagsschule gesteckt, warum also nicht auch Milch oder Milchprodukte für die Ganztagsschule?
Inge Giffels, Roßbach – 1. April 2009
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Leserbrief zu Arzt-Probleme im Raiffeisenland
“Wo bleibt Menschenwürde?”
Die hohe Belastung der Rettungsdienste geht auch aus der kürzlich veröffentlichten DRK-Jahresbilanz hervor. Trotz hoher Fallzahlen verläuft die Zusammenarbeit zwischen Notarzt und Krankenhaus sehr oft reibungslos – aber es gibt auch Ausnahmen.
Am Sonntag, 15. März, verstarb mein Mann auf dem Weg ins Krankenhaus Altenkirchen im Notarztwagen. Im Krankenhaus stellte der Notarzt einen vorläufigen Totenschein aus, der aber nicht ausreichte, um meinen Mann am kommenden Tag an den Bestatter zu übergeben. Da der entsprechende Krankenhaus-Arzt am Montag nicht zu erreichen war und das Krankenhaus keinen neuen Totenschein ausstellte, konnte mein Mann erst am Dienstag, 17. März, in die Leichenhalle nach Hamm überführt werden. Daher konnten ich und meine Familie nur sehr kurz Abschied nehmen, weil die Beerdigung bereits am Mittwoch stattfand. Wir stellen uns die Frage, wo da die Menschenwürde bleibt.
Inge Häring, Hamm – 1. April 2009
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Leserbrief zu Dienstwagen von Kurt Beck
“Schnell in die Schusslinie”
Ministerpräsident Beck steigt beim Dienstwagen auf Mercedes um, und die Abgeordneten im Landtag erhöhen ihre Diäten.
Nun dürfte es doch wohl jedem wie Schuppen von den Augen fallen, warum Ministerpräsident Beck den Panzer mit dem Stern benötigt: Bei der Geldvernichtungspolitik, die König Kurt und seine ihm treu ergebenen Genossen und Genossinnen in Rheinland-Pfalz praktizieren, gerät man schließlich schnell in die Schusslinie. Da wollen wir nur hoffen, dass Herr Beck auch mal seine Kollegen von der Opposition in seiner neuen Karosse mitnehmen wird, bevor diese aufgrund ihrer Zustimmung zur Diätenerhöhung auch noch so ein Gefährt beanspruchen.
Karl-Heinz Wenig, Bendorf – 1. April 2009
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Leserbrief zu Diebstahl im Laden!?
“Völlig unverhältnismäßig”
Eine Frau kassiert nach 31 Jahren die Kündigung, weil sie sich um 1,30 Euro bereichert haben soll.
Um es vorweg zu nehmen: Diebstahl ist tatsächlich kein Bagatell-Delikt! Und das ist gut so! Dennoch erscheint mir an dieser Stelle der Hinweis auf das alttestamentliche Prinzip des “Auge um Auge, Zahn um Zahn” dringend vonnöten. Leider musste dieses Motto unzählige Male für Rachefeldzüge herhalten – eine völlige Verkennung seiner eigentlichen Bedeutung. Denn hinter diesem Bibelwort steckt ein wichtiges Prinzip: Verhältnismäßigkeit. Es bedeutet nämlich: Die Entschädigung für das, was mir genommen wurde – entweder real in Form von Wertsachen oder einem Geldbetrag, oder ideell etwa in Form von Vertrauen – kann nicht größer sein als der Wert des Gestohlenen oder Zerstörten. Deshalb ist auch in meinen Augen die fristlose Kündigung im Fall der ertappten Kassiererin völlig unverhältnismäßig, mag sie rein juristisch gesehen auch noch so “wasserdicht” sein. Weil einem dies der gesunde Menschenverstand ebenfalls sagt, ist der Unmut in der Bevölkerung nur allzu verständlich. Oder entschädigt irgendjemand die vielen Arbeitnehmer für den Finanz-, Arbeitsplatz- und Vertrauensverlust, der durch grob fahrlässiges oder risikoreiches Handeln der Firmenleitung oder der Manager entstanden ist?
Michael Kien, Gemünden – 1. April 2009
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Leserbriefe FEBRUAR 2009
LESERBRIEFE FEBRUAR 2009, (PDF, 0.21MB)




Sehr geehrter Herr Heinrich, Sie können gerne meinen Leserbrief “Unzureichend informiert” veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüßen:
Pfr. Herbert Ritterrath
— Herbert Ritterrath · 20. Februar 2009, 19:35 · #